Last Updated on April 14, 2026 by pg@petergamma.org
Alle waren wie aus dem Prospekt. Alle auffällig jung. Alle blieben für eine beschränkte Zeit. Aber alle waren irgendwie fast synthetisch schön, irgendwie künstlich. Und alle verschwanden wieder, ohne ich je ein Wort gesprochen habe. Eine hatte eine transparente Bluse mit schwarzem B.H., eine hatte lange Haare mit einer Schönheitsoperation im Gesicht. Eine hatte gekrauste Haare. Und eine hatte längere Haare. Alle wirkten irgendwie wie Fabelwesen.
Mir ist auch aufgefallen, dass es im ehemaligen Restaurant Meridian viele Personen hatte, die wohl an Arbeitseinsatzprogrammen teilnehmen mussten. Die wirkten als ob sie eine Demo annahmen, und sie dann wieder aufgaben. Das hat mich alles sehr verletzt. Waren auch die aus wohlhabenden Verhätnissen, und wurden durch Infestementfonds kontrolliert?
Ich stamme aus einer römisch-katholischen Grossfamilie. Als Kinder gingen wir alle zusammen regelmässig am Sonntag in die Kirche. Mein Vater starb sehr früh an Krebs. Ich war sehr oft am Grab meines Vaters mit meiner Mutter. Und dahinter stand wie ein Fels in der Brandung eine Kirche. Meine Mutter sagte, der Glaube hätte ihr Kraft gegeben. Sie war streng katholisch und bibelgläubig. Und ihre beste Freundin war die Pfarrköchin.
Aus dieser Kindheit habe ich christlichen Werte als moralische Fundament, was ich nicht missen möchte. Die gelten für mich als die Grundwerte in minem Leben. Und ich hatte immer wieder Probleme mit Leuten die diese Werte nicht hatten. Ich fühlte mich oft betrogen. Für mich persönlich gibt es eigentlich nur Beziehung die ewig dauern sollten. In einer christlichen Grossfamilie galten diese christlichen Werte, und es gab auch Zusammenhalt.
Ich weiss aber niemand von meinen Geschistern welche sich auch noch so offen zu christlichen Werten bekennt. Als meine Mutter sagte sie, wenn sie einmal nicht mehr lebe, werde diese Grossfamilie auseinander fallen. Und sie ist vor einigen Jahren gestorben.
Für mich war es eigentlich immer selbstvertändlich Teil dieser Grossfamilie zu sein. Aber immer mehr schlichen sich da Dinge ein, die mit christlichen Werten nicht vereinbar sind. «Ja, es ist halt egoistischer geworden», «ja, meine neue Freundin ist halt nicht so eine soziale», «dein Bruder ist jetzt nicht mehr Teil dieser Grossfamilie», oder Geschwister die man besuchen geht, und ich spreche mit ihnen, aber sie nicht mehr mit mir. Und andere lehnen es ab, wenn man sie wieder einmal besuchen möchte, da sie sich von der Familie zurückgezogen hätten.
Aber unter spirituellen Menschen habe ich mich eigentlich immer wohl und zu Hause gefühlt, wenn da ein moralisches Fundament an Werten vorhanden war, welches man teilte. Gemeinschaften können mehr als einzelne. Zur Zeit lebe ich alleine. Und der Zerfall meiner christlichen Grossfamilie schmerzte. Ich kann eigentlich gut alleine leben. Ich habe aber trotzdem immer wieder versucht neue Beziehungen aufzubauen.
Aber sehr oft wurde ich verletzt von Leuten die nicht dasselbe moralische Fundament haben wie ich. Eine ehemalige Freundin schickt die alten Liebesbriefe dem Anwalt, und sind diese jetzt bei Julia Steiner, und Teil dieser Komöden geworden? Oder neue Freundinnen die ich fand, sagten aus heiterem Himmel zu mir: «Du gehst mir auf die Nerven, ich muss diese Beziehung beenden». Oder andere zu denen ich Beziehungen versuchte aufzubauen, kamen nie zu Besuch zu einem, weil Besucher nur zu ihnen kommen, aber ncih sie zu den anderen, was auch eine etwas seltsame Form der Beziehung ist.
All das sind für Christen etwas seltsame Arten der Beziehung. Und ich habe unter Christen immer wieder neue Freunde gefunden. Plötzlich habe ich gespürt, dass ich mit jemandem durch etwas verbunden bin. Und oft waren es eben diese christlichen Werte und dieses christliche moralische Fundament.